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Rathaus und Rathausvorplatz von oben
Gestaltung der Stadtgalerie

Kaiserslautern, 17.04.2012

Im städtebaulichen Vertrag mit dem Investor ECE ist festgelegt, dass sich ein Expertenteam, bestehend aus Vertretern der Stadt und ECE in paritätischer Besetzung, mit der Fassadengestaltung auseinandersetzt. Diese soll eine zeitgemäße Ausgestaltung erhalten, welche für das Bauantragsverfahren festgesetzt werden musste. In diesem Gremium ging es darum, die verträglichste Lösung für die weiteren Planungen der Stadtgalerie zu finden. Als städtische Vertreter des Gestaltungsteams saßen im Team die Architekten Elke Franzreb, Direktorin des Referats Stadtentwicklung, Udo Holzmann, Direktor Referat Gebäudemanagement, Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Prof. Michael Schanné, Freier Architekt in Kaiserslautern. Die politischen Vertreter wurden bewusst nicht an diesem Fachgremium beteiligt. Für den Fall, dass kein Entschluss über die Fassadengestaltung zustande gekommen wäre, gesteht der städtebauliche Vertrag dem Oberbürgermeister das letzte Entscheidungsrecht zu. Die Experten kamen aber einstimmig zu einer gemeinsamen Lösung.

Um den Diskussionsrahmen einzuengen, wurden drei unterschiedliche Lösungen von Architekten aus London, Polen und Hamburg dem Fachgremium zur Beurteilung vorgestellt. Gemeinsam einigten sich die Beteiligten nach intensiver Diskussion für die kubische Variante.

"Die Rotunde hatte ihren Ursprung in einer ersten, sehr frühen Visualisierung, die das alte Fackelrondell baulich in Erinnerung bringen wollte. Da dieses aber schon seit längerer Zeit gar nicht mehr existiert, überlegte das Gremium, wie es den Glaskörper besser in die vorhandene Stadtarchitektur einpflegen kann", erläutert Gerold Reker.
Elke Franzreb ergänzt: "Ein Großteil der Architektur in der näheren Umgebung des Bauprojektes ist geprägt durch eine klare, auf das Wesentliche reduzierte Architekturform. Dies trifft vor allen auf das stadtbildprägende Rathaus sowie auf die unter Denkmalschutz stehende Fruchthalle, aber auch auf die Gebäude am Schillerplatz und das unmittelbar gegenüber dem Baugrundstück befindliche Gebäude an der Fackelstraße 29 zu."
Michael Schanné erklärt hierzu: "Sowohl die Vertreter des Gestaltungsteams Stadt als auch die Teilnehmer des Gestaltungsteam ECE haben bezüglich der Eingangssituation eine einfache und zeitlose Antwort gesucht und gefunden, die das Gebäude einladend zur Stadt öffnet. Die ebene Ausbildung der Fassade schafft eine ruhige und sehr transparente Situation."

Die gewünschte Sichtbeziehung und die Spiegelreflexionen der runden Glasfassade stellten ein weiteres Problem dar: "Die Zylinderform des Stadtgelenks ist in der konkreten technischen Ausformung gegenüber einer abgeflachten Version weitaus weniger in der Lage, die Transparenz, insbesondere in Richtung Mühlstraße, sicherzustellen. Die Gründe liegen in der verstärkten Spiegelungswirkung von gebogenen Gläsern gegenüber geraden", belegt Udo Holzmann

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl der Materialien, die in der Fassade ihren Ausdruck finden. Hier wurde auf die ursprünglich angedachte, kleinteilige Fassadengestaltung verzichtet. "Die Beschränkung auf wenige Formen und Materialien werden der Galerie einen gleichermaßen zeitgenössischen wie bleibenden Ausdruck verleihen", belegt Michael Schanné. "Eine hochwertige und farblich aufeinander abgestimmte Materialauswahl wirkt sich positiv auf das Gebäude und die Umgebung aus."




Autor/in: Pressestelle
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